Auf einen einsamen Gipfel im Heutal - Schwarzlahnerkopf oder Reifelberg (1883 m)

Quelle: Alpenverein Salzburg, Autor: Manfred Karl

Start beim Heutalbauern
Dietrichshorn und Dickkopf
Wegloser Anstieg im unteren Teil
Rechts die Abzweigung zur Hüterhütte
Bei der Hüterhütte
Blick Richtung Wildalphorn - Dürrnbachhorn
Kammweg zum Gipfel
Tiefblick über das Südkar ins Heutal
Der Ausblick reicht von den Tauernbergen bis zum Rofangebirge
Gipfelwiese
Gratverlauf zum Vorderlahnerkopf, dahinter das Sonntagshorn
Leoganger und Loferer Steinberge
Steile Nordabstürze, rechts im Hintergrund Staufenmassiv
Auch der Chiemsee ist zu sehen
Querung des Südkars beim Abstieg

Die Tour

Der Schwarzlahnerkopf oder Reifelberg wird teils weglos, teils auf einem Jagdsteig über den Südwestrücken erreicht.

Sehr einsame Wanderung abseits des Heutaltrubels. Der weglose abkürzende Anstieg im unteren Teil ist nicht sonderlich reizvoll. Erst ab der Hüterhütte führt ein einigermaßen gut ausgetretener und nach oben zu immer deutlicher werdender Steig geschickt durch die Latschengassen und zuletzt mit schöner Aussicht am Kamm entlang auf den Schwarzlahnerkopf.

Autorentipp

Den gesamten unteren Teil des Anstieges kann man beim Abstieg über einen bei der Hüterhütte abzweigenden Jagdsteig umgehen – siehe Wegbeschreibung.

Info

Schwierigkeit
mittel
Aufstieg
885 hm
Abstieg
885 hm
Tiefster Punkt Parkplatz 2 im Heutal
1000 m
Höchster Punkt Schwarzlahnerkopf
1883 m
Dauer
4:00 h
Strecke
9,5 km

Karte

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotential
Technik
Exposition
N
O
S
W

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Weg

Vom Parkplatz auf dem Weg Richtung Sonntagshorn knapp 200 m über die Wiesen aufwärts bis links eine nicht beschilderte Forststraße abzweigt. Über den Bach, an zwei Häusern vorbei und in den Wald hinein. Auf der Forststraße bis zu einer Kehre. Noch einige Meter nach links, dann weglos rechts in den Wald und über den Südwestrücken des Flatscherkopfes, teils auf Viehsteigspuren aufwärts zu einem alten Karrenweg. Den Flatscherkopf (1312 m) weglos überschreiten oder auf dem Karrenweg an der Ostseite umgehen und in einen Sattel. Weiter weglos am Kamm auf die folgende Kuppe und ein paar Meter hinunter zu einer Forststraße. Auf dieser Forststraße könnte man den beschriebenen weglosen ersten Teil in einem weit ausholenden Bogen über die sogenannte Tiefentalstube umgehen. Auf der Forststraße kurz nach links, bei der folgenden Abzweigung wieder nach rechts auf den Südwestrücken. Hier befindet sich ein Holzlagerplatz. Ab jetzt gibt der Kamm die weitere Anstiegslinie vor. Eine alte Traktorspur, die mit hohem Gras bewachsen und durch ein paar Steindauben gekennzeichnet ist, leitet über den Rücken weiter aufwärts. Man überquert zweimal eine Forststraße. Bei der zweiten steht links ein Hochstand. Weiter auf der Traktorspur bzw. in deren Fortsetzung auf einem etwas deutlicher ausgetretenen Pfad zur Hüterhütte.

Links von der Hütte auf dem gut erkennbaren Steig weiter. Zuerst noch im Wald, dann zunehmend mit schönen Ausblicken am Südwestrücken aufwärts. Vereinzelte Steindauben und die gut ausgeschnittenen Gassen zwischen den Latschen erleichtern das Vorwärtskommen. Man erreicht eine Wiese. An ihrem rechten oberen Rand setzt sich der Steig fort. Schließlich erreicht man den Kamm, der bis hinüber zum Sonntagshorn zieht. Stets wenige Meter unterhalb dieses Kammes führt ein deutlicher Steig bis zum Gipfel. Er weist einige brüchige, aber harmlose Schrofenstufen auf. Nach der südseitigen Umgehung eines unscheinbaren Vorgipfels ist es bis zur Gipfelwiese nicht mehr weit. Am oberen Rand der Wiese erreicht man rasch den höchsten Punkt des Schwarzlahnerkopfes, der auch gerne von Schafen aufgesucht wird und in der Vegetationszeit mit Brennnesseln bewachsen ist. Rastplätze findet man wenige Meter unterhalb des Gipfels an der Südseite.

ABSTIEG: Dieser folgt dem Anstiegsweg.

Ab der Hüterhütte bietet sich jedoch eine lohnendere Variante an, mit der man den eher uninteressanten unteren Teil zwar etwas weiter ausholend, dafür aber landschaftlich schöner umgehen kann. Östlich der Hütte führt ein deutlich erkennbarer Jagdsteig quer durch zwei südseitig eingelagerte Karmulden bis hinüber zu einer dritten, das ist jene, die vom Vorderlahnerkopf nach Süden zieht und im Winter eine beliebte Skiabfahrt bietet. Der Steig ist zwar schmal und an wenigen Stellen leicht exponiert, aber stets unschwierig und kaum zu verfehlen. Auch halten sich die Gegensteigungen von vielleicht insgesamt 30 Hm absolut in Grenzen. Sobald man das Südkar des Vorderlahnerkopfes erreicht hat, geht man entweder auf dem hier beginnenden Karrenweg hinüber zur Hochalm oder steigt – nun wieder weglos - durch das Kar oder an seinem östlichen Rand bis zu einer Forststraße ab. Auf ihr im Abstiegssinn links in wenigen Minuten bis zum Wanderweg Nr. 19, der das Heutal mit der Hochalm verbindet. Über diesen zurück zum Ausgangspunkt beim Heutalbauer.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

Unken ist von Salzburg oder Zell am See (jeweils Bahnanbindungen) mit der Regionallinie 260 erreichbar. Im Sommer besteht jedoch keine Möglichkeit, von Unken mit einem öffentlichen Verkehrsmittel in das Heutal zu gelangen. Bleibt also nur ein Taxi oder Fußmarsch, wenn man ohne Auto unterwegs ist.

Infos Bahn unter: http://www.oebb.at/de/

Infos Bus unter: https://salzburg-verkehr.at/fahrplaene/fahrplandownload/

Anfahrt

Auf der B 178 von Bad Reichenhall oder Lofer nach Unken. Im Ort auf die Straße in das Heutal abzweigen und über diese zum gebührenpflichtigen Parkplatz 2 beim Heutalbauer fahren.

Parken

Gebührenpflichtiger Großparkplatz (P 2) beim Heutalbauer

Weitere Informationen

Einkehrmöglichkeiten bestehen im Heutal bzw. in Unken

Ausrüstung

Übliche Wanderausrüstung

Sicherheitshinweise

Trittsicherheit schadet nicht. Bei Nässe ist die Tour weniger lohnend.

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