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Ausstellungseröffnung: „Lebensbäume und Fetzenfische“ – Andrée Helen Soller Frager

7. Aug 2026
Beginn: 19:00
8. Aug 2026
Ende: 19:00
Veranstaltungsort
Kaiser-Josef-Straße 3, 6900 Bregenz, Österreich

Die Veranstaltung

Es gibt Ausstellungen, die zeigen Bilder. Und es gibt Ausstellungen, die zeigen Welten. Bei „Lebensbäume und Fetzenfische“

begegnen sich beide – und zwar mit einer guten Portion Fantasie, feinsinnigem Humor und einer Detailverliebtheit, die selbst Ameisen vermutlich mit einer Lupe betrachten würden.

Die Schweizer Künstlerin

Andrée Helen Soller Frager

lädt das Publikum ein, den Blick auf die Natur neu zu entdecken. Ihre Bilder sind keine bloßen Landschaften, keine zoologischen Bestandsaufnahmen und schon gar keine Gebrauchsanweisungen für botanische Gärten. Sie sind poetische Expeditionen in ein Universum, in dem Pflanzen, Tiere und Menschen miteinander verwoben sind – manchmal offensichtlich, manchmal so raffiniert versteckt, dass man sich unwillkürlich fragt, ob der Fisch dort hinten gerade lächelt oder doch nur den Baum bewundert.

Der Titel

„Lebensbäume und Fetzenfische“

klingt zunächst wie ein vergessenes Grimm- Märchen oder der Name einer Indie-Band. Tatsächlich beschreibt er zwei zentrale Bildwelten der Künstlerin: Die Lebensbäume erzählen vom großen Ganzen, von Wachstum, Verbundenheit und der erstaunlichen Tatsache, dass in der Natur alles irgendwie mit allem zusammenhängt. Die Fetzenfische hingegen wirken wie exzentrische Unterwasserphilosophen – skurril, elegant und mit einer Gelassenheit ausgestattet, von der wir Menschen im Berufsverkehr nur träumen können.

Der Ursprung dieser außergewöhnlichen Bildsprache liegt viele Jahre zurück. Während einer Yogapraxis erschien der jungen Andrée Helen Soller Frager das innere Bild eines Baumes, zusammengesetzt aus Pflanzen und Tieren. Dieses Sinnbild eines lebendigen Ökosystems ließ sie nicht mehr los und entwickelte sich über Jahrzehnte zu ihrem unverwechselbaren künstlerischen Kosmos. Reisen, Wanderungen und die intensive Beschäftigung mit der Natur vertieften diesen Blick auf die Schönheit und Verletzlichkeit allen Lebens.

Mit feinsten Pinseln, Gouache, Acryl und Bleistift entstehen Werke von beeindruckender Präzision. Wer glaubt, ein Bild sei nach einem flüchtigen Blick „gesehen“, wird hier schnell eines Besseren belehrt. Jede Betrachtung offenbart neue Details, kleine Geschichten und überraschende Verbindungen. Es sind Bilder, die entschleunigen – ganz ohne Yoga-Matte.

Dabei predigt die Künstlerin nicht mit erhobenem Zeigefinger. Ihre Werke laden vielmehr dazu ein, sich neugierig umzusehen, zu staunen und vielleicht wieder jene kindliche Freude am Entdecken zu verspüren, die im Alltag allzu oft zwischen Terminkalender und Smartphone verloren geht. Ihre Malerei erinnert uns daran, dass Biodiversität weit mehr ist als ein sperriger Begriff aus Umweltberichten – sie ist ein farbenprächtiges Wunder, das täglich vor unserer Haustür stattfindet.

Andrée Helen Soller Frager, geboren in Zürich, widmet sich seit ihren frühen Zwanzigern kontinuierlich der Malerei. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in der Schweiz und in Österreich gezeigt und zeichnen sich durch außergewöhnliche Detailgenauigkeit sowie eine unverwechselbare Bildsprache aus, die Naturbeobachtung mit Fantasie verbindet.

Die Sylvia Janschek Art Gallery freut sich, diese außergewöhnliche Künstlerin erstmals in Bregenz präsentieren zu dürfen. Besucherinnen und Besucher erwartet eine Ausstellung, die ebenso zum Schmunzeln wie zum Nachdenken anregt – und die eindrucksvoll beweist, dass Kunst und Natur keine Gegensätze sind, sondern ein wunderbar eingespieltes Team.

Wer also wissen möchte, wie ein Baum zum Lebensarchiv wird, weshalb Fetzenfische weit mehr sind als gut gekleidete Meeresbewohner und warum man sich in Bildern verlieren kann, ohne jemals den Weg zurück finden zu wollen, sollte sich den 7. August 2026 um 19:00 Uhr vormerken. 

Info

Quelle Datacycle

Kontakt

Kaiser-Josef-Straße 3, 6900 Bregenz, Österreich
+43 664 13 11 000
gallery@janschek.art
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