Neue Magdeburger Hütte und Solsteine (2 Tage Tour)

Quelle: DAV Sektion Geltendorf, Autor: Beda Weidemann

Bildstock Zirler Mähder
Querung in den Schoberwald
Gipfel des Großen Solstein Anfang Juni mit dem alten Gipfelkreuz
Bildstock am Weg zur Schoberwaldhütte
Neue Magdeburger Hütte (1633 m)
Almweide rund um die Neue Magdeburger Hütte
Sonnenuntergang auf der Almbank mit Blick ins Oberinntal
Bettenlager auf der Neuen Magdeburger Hütte
Matratzenlager auf der Neuen Magdeburger Hütte
Waschraum auf der Neuen Magdeburger Hütte
am Morgen ist das Frühstücksbuffet aufgebaut
Ziegen auf der Almweide mit Blick zum Rangger Köpfel
der Schleiferwandsteig quert den Bach aus der Kranebitter Klamm
Von Beginn an hat man am Schleiferwandsteig schöne Panoramablicke auf Innsbruck und die Tuxer Berge
nach ca. 1 Stunde leitet der schmale Schleiferwandsteig durch steiles Gelände hoch über der Kranebitterklamm
Querung von Reissen hoch über der Kranebitter Klamm
Marterl am Schleiferwandsteig
Der Schleifferwandsteig führt durch die Nordflanke des Hechenbergs
einzelne Stellen sind mit Ketten gesichert
am Höttinger Schützensteig
Solsteinsattel zwischen Großem und Kleinen Solstein, der Hund läuft in Richtung Höttinger Schützensteig
der Weg zum Kleinen Solstein kurz nach dem Solsteinsattel
der Weg zum Kleinen Solstein leitet Drahtseilgesichert über ein Felsband
der Weg zum kleinen Solstein leitet durch Schrofengelände mit Einzelstellen I
Zuletzt geht es am Gipfelgrat hinüber zum Kleinen Solstein
Am Gipfel des Kleinen Solstein (2643 m)
am Großen Solstein wurde im September 2018 ein neues Gipfelkreuz errichtet
Bahnhof Hochzirl, die Bergwege beginnen am Bergseitigen Bahnsteig

Die Tour

2 Tagestour mit Hüttenübernachtung auf der Neuen Magdeburger Hütte zum Kleinen Solstein und/oder zum Großen Solstein. Beide Gipfel sind Aussichtsbalkone hoch über Innnsbruck.

Tag 1: 1000 hm Aufstieg / 40 hm Abstieg in ca. 3,5 Stunden

Tag 2: 1310 hm Aufstieg / 2020 hm Abstieg in ca. 8,5 Stunden

Mit einer aussichtsreichen Bahnfahrt durch die Galerien und Tunnel der Mittenwaldbahn kommt man spektakulär zum Ausgangspunkt, dem Haltepunkt Kranebitten. Am ersten Tag steigt man nach der Anfahrt nur hinauf zur Neuen Magdeburger Hütte, die im gemütlichen Almgelände liegt. Zwischen den von Bergmolchen besiedelten Almtümpeln weidet das Vieh.

Am 2. Tag leitet der mit Drahtseilen versicherte Höttinger Schützensteig durch felsiges und teilweise ausgesetztes Gelände hinauf zum Solsteinsattel in das Revier von Steinbock, Adler und Schneehuhn. Wer sich hier den anspruchsvollen Anstieg (Stellen I) zum Kleinen Solstein 2637 m nicht zutraut, steigt vom Solsteinsattel auf den etwas niedrigeren Großen Solstein 2541 m. Die Aussicht ist von beiden Gipfeln wunderschön.

Autorentipp

Am Abend besuche ich im Hochsommer nach dem Abendessen noch gerne das Kirchberger Köpfel und genieße dort den Sonnenuntergang. (gesamt 1,5 Stunden für rauf und runter)

Erweiterung der Tour: nach 2. Nächtigung in der Neuen Magdeburger Hütte am Zirler Schützensteig zum Solsteinhaus und von dort über den Freiungen Höhenweg zur Nördlinger Hütte. (Hier im Portal unter "Nördlinger Hütte - Neue Magdeburger Hütte über Freiungen und Zirler Schützensteig" in umgekehrter Richtung beschrieben)

Info

Schwierigkeit
schwer
Aufstieg
2310 hm
Abstieg
2060 hm
Tiefster Punkt Bf. Kranebitten
696 m
Höchster Punkt Kleiner Solstein
2637 m
Dauer
11:30 h
Strecke
24,3 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotential
Technik
Exposition
N
O
S
W

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Bf. Kranebitten

Ziel

Bf. Hochzirl

Weg

Stand Frühjahr/Sommer 2023 ist der Schleiferwandsteig gesperrt. Deshalb folgende Alternativroute: Am östlichen Ende des Bahnsteigs leitet ein kleiner Steig zum Fahrweg über dem Tunnel. Auf dem Fahrweg gehen wir bis uns Wegweiser nach rechts auf einen kleinen Steig Richtung GH Rauschbrunnen weisen. An einem Bauernhof erreichen wir die Kranebitter Klammstraße die nach wenigen Metern in einen Bergssteig mündet, der uns zum aussichtsreichen GH Rauschbrunnen bringt. Hier folgen wir der Wegweisung des Söldensteiges. Der Weg ist meist recht angenehm, es gibt aber einige ausgesetzte Stellen und auch Stellen mit Eisenklampfen als Tritthilfe sowie Stahlseile als seitliche Versicherung zum Anhalten. Besonders beiden Querung von Schotterinnen auch auf Steinschlag von oben achten. Schließlich erreicht man auch auf diesem Weg den Talschluss der Kranebitter Klamm.

(gesperrte alte Route auch im Buch 150 Jahre Alpenverein: Vom Bahnhof wandert man zunächst auf der Klammstraße zu einer scharfen Rechtskurve bergan. Hier beginnt der sog. Schleiferwandsteig, der uns in vielen Serpentinen immer aussichtsreicher die Ausläufer des Hechenberg hinaufleitet. Nach ca. 1 Stunde (ca. 1110 m) führt der nun sehr schmale Steig ohne wesentliche Steigungen durch die steilen Hänge hoch über der Kranebitter Klamm.)

Am hintersten Ende des Tales geht es schließlich nochmals steiler in Serpentinen durch den Hochwald hinauf zu den Almwiesen an der Neuen Magdeburger Hütte (ca. 3,5 Stunden ab Bahnhof).

Am nächsten Morgen kann das Nächtigungsgepäck auf der Hütte zurückgelassen werden. Mit erleichtertem Rucksack folgt man der Wegweisung Höttinger Schützensteig Richtung Osten über die Almwiesen. Nach der Bank „zur schönen Aussicht“ wird der nun teilweise mit Drahtseilen versicherte Steig für ca. 1 Stunde deutlich anspruchsvoller und mit jedem Meter aussichtsreicher. Ab ca. 2000 m sind diese Schwierigkeiten überwunden und es geht nun durch Edelweisswiesen, die trotz Südexposition oft bis Ende Juni noch teilweise unter Schnee liegen, hinauf zum zum Solsteinsattel zwischen Großem und Kleinem Solstein. Wer es sich zutraut steigt von hier in ¾ Stunde auf den höheren Kleinen Solstein. Für alle anderen ist der ebenfalls sehr aussichtsreiche Große Solstein in 20 min das Ziel. Auf beiden Gipfeln schweift der Blick in die Ferne. Vom Wetterstein über das obere Inntal, die Stubaier Alpen und die Kalkkögel bis zu den Tuxer Bergen wird man nicht satt von weiteren Touren zu träumen und übersieht dabei die unmittelbar benachbarten Grate und Felswände des Karwendels.

Vom Solsteinsattel geht es dann in gut 2 Stunden auf dem Steig durch das Wörglkar zur Neuen Magdeburger Hütte hinunter. Oft liegen auch hier im Kar bis in den Frühsommer Schneereste, die der erfahrene Bergsteiger fürs Abfahren zu nutzen weiß. Zuletzt führt der Steig dann durch Latschen und Hochwald hinunter auf die Almwiesen bei der Neuen Magdeburger Hütte.

Gegenüber der Hüttentür beginnt der Abstiegsweg nach Hochzirl. Noch einige Meter über die Almwiesen, dann geht´s hinunter zur unbewirtschafteten Kirchberger Alm. Auch der weitere Abstieg durch die Wochenendhäuschen in den Zirler Mähdern und zum zwischenzeitlich für den Verkehr gesperrten Brunntalfahrweg ist unschwierig zu gehen. Nach 10 Min. auf dem Fahrweg zeigt uns ein Wegweiser nach rechts den Abstieg zum Bahnhof Hochzirl.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

Zug nach Kranebitten und Hochzirl (von München mit Werdenfelsticket+Innsbruck auch Werktags ohne zeitliche Einschränkung)

S5 Innsbruck -Scharnitz täglich im stundentakt, werktags teilweise auch 1/2 stundlich

Parken

wenige Parkmöglichkeiten in Kranebitten entlang der Klammstraße

sowie am Ziel beim Bf. Hochzirl

Weitere Informationen

Ausrüstung

Bergschuhe, im Frühsommer evtl. Grödel, Wanderstöcke angenehm.

Für die Hüttenübernachtung: Hüttenschlafsack

Sicherheitshinweise

Bis in den Frühsommer ist mit Schneefeldern im oberenTeil des Höttinger Schützensteig und im Wörglkar zu rechnen.

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