Führungen Greißlermuseum Thörl-Maglern

So
26. Apr
2026
Beginn
12:00
Ende
18:00
Veranstaltungsort
Unterthörl 23, 9602 Arnoldstein, Österreich

Die Veranstaltung

Das alte Geschäft an der Grenze in Thörl-Maglern.

Im Greißlermuseum können Sie erleben wie zu Urgroßmutters Zeiten eingekauft wurde und nebenan gibt es themenbezogene Ausstellungen rund um die wunderschöne Gailtaler Tracht.

Allein die alte Eisentafel vor der Tür, mit der Aufschrift Spezerei und Colonialwaren, lässt längst Vergangenes erahnen. Im Geschäft, welches heute ein Museum ist, fliegt noch immer der Duft der offenen Gewürze durch den Raum und eine vergangene Zeit umgibt die Besucher. Gerne erzählt Diana Erat, die heutige Besitzerin, die das Haus wieder der Öffentlichkeit zugänglich macht, von den Kaufleuten des Hauses die vor 200 Jahren aus Carnia kamen und das Geschäftshaus kauften.

Öl und Zucker wurde noch in die mitgebrachten Flaschen und Papiertüten gefüllt, Sämereien und Gewürze wurden offen angeboten und Kaffee, Kerzendochte und Waren aller Art gab es über 200 Jahre in diesem Haus zu kaufen. 

Original erhalten ist die Einrichtung mit vielen Schubladen, welche mit heute fast unbekannten Artikeln versehen sind z.B Alaun, Federweiß, Mutterblätter, Ziweben und Waschblau. Waschpulver, das früher „Frauenlob Waschextrakt“ genannt wurde und Bremsenöl für die Pferde wurde angeboten. Längst vergangen ist die Zeit, als die Einkäufe noch säuberlich in die Einkaufsbücherl geschrieben und am Monatsersten bezahlt wurden.

Um das alte Gemäuer zu beleben entstand eine private Kulturinitiative „Verein Freunde des Greißlermuseums“ unter der Leitung der Obfrau Diana Erat.

Seit Jahrzehnten beschäftigt sich Diana Erat im Greisslermuseum Thörl mit der Untergailtaler Festtagstracht, dem dazugehörigen Beiwerk und den teils sehr alten überlieferten Handwerkstechniken. Ihr Bestreben „damit es nicht verloren geht“ lebt sie in ihrem Atelier.

Dem folgte ein Antrag an die UNESCO Kommission in Wien, welcher am 2. Oktober 2018 positiv entschieden wurde.

Mit dem Wissen zum Thema „Die Windischen Säumer im Unteren Gailtal“ lieferte die Nötscher Historikerin Frau Mag. Brigitte Fatzi den Beweis, dass unsere Tracht ein historisch gewachsenes und belegbares Kulturgut ist und noch gelebt und praktiziert wird. Auch überkommene Ausdrücke, teils aus dem windischen Dialektwortschatz werden beim Anlegen und Teile der Tracht gebraucht und so weitervererbt. Kulturerbe heißt auch eine große Verantwortung für die heutige Generation. Während bis Ende des 19. Jahrhunderts nur Bauerntöchter und -söhne unsere Tracht anlegen durften (ursprünglich zur Hochzeit und dem Kirchtag), steht es heute jedem jungen Mädchen und Burschen frei, sich mit dieser Tradition zu identifizieren. Angelegt wird die Gailtaler Tracht am Kirchtag und gelegentlich zu besonderen Anlässen. Es sollte der Jugend im Gailtal ein Auftrag sein, diese Tradition zu bewahren und Ihre Tracht mit Respekt zu tragen. Das Kirchtagsbrauchtum im Unteren Gailtal ist ebenfalls in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen worden (Voller Titel: Untergailtaler Kirchtagsbräuche und Untergailtaler Tracht/ Ziljski žegen in ziljska noša). Die Gailtaler Tracht trägt wesentlich dazu bei, dass auch der Kirchtag in dieser Region etwas Einmaliges darstellt.

Info

Quelle Datacycle

Kontakt

Unterthörl 23, 9602 Arnoldstein, Österreich
+43 6601205833
diana.erat@gmx.at

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